Augenärztliche Operationen

 

In unseren ambulanten OP-Abteilungen bieten wir folgende ambulante Operationen an:

  • Intravitreale Injektionen bei Makula-Erkrankungen: Einspritzungen in den Glaskörper (IVOM)
  • Operation des Grauen Stars mit Phakoemulsifikation und Einsetzen von Intraokularlinsen
  • Korrektur von Sehfehlern mit der Femtosekunden-Laser (LASIK)
  • Glaskörperchirurgische Eingriffe
  • Glaukomoperationen

Intravitreale operative Medikamenteneingabe, Einspritzung in den Glaskörper (IVOM) bei Makula-Erkrankungen

Zur Behandlung von Makulaerkrankungen, insbesondere bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration, bei diabetischen Makulaveränderungen und bei Makulaödem infolge von Gefäßverschlüssen der Netzhaut und einigen anderen Vorerkrankungen wird heute meist die Einspritzung von bestimmten Medikamenten in den Glaskörper, auch als intravitreale operative Medikamentengabe bezeichnet, angewandt.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) handelt es sich um eine Erkrankung an der Stelle des schärften Sehens am Augenhintergrund, der sogenannten Makula. Durch verschiedene Risikofaktoren kann es zu Veränderungen in diesem Bereich der Netzhaut kommen. Es gibt zwei Formen der altersabhängigen Makuladegeneration: die trockene und die feuchte From. Bei der häufigeren trockenen Makuladegeneration kommt es durch Ablagerungen von Stoffwechselprodukten zu Veränderungen, die das Sehvermögen des Betroffenen einschränken. Bei der feuchten Form entstehen in der Makula zusätzlich krankhafte Blutgefäße. Aus diesen tritt Flüssigkeit und häufig auch Blut unter oder in die Netzhaut aus. Es kommt zu einer erheblichen Verschlechterung der Sehschärfe. Die altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für eine schwerwiegende Einschränkung des Sehvermögens bei Menschen im Alter über 50 Jahren. Die ersten Beschwerden der Erkrankung können häufig unspezifisch sein. Symptome wie ein grauer Fleck im Sehzentrum oder verzerrtes Sehen und die Abblassung von Farben können erste Hinweise sein.

Bei Fortschreiten der Erkrankung, besonders in der feuchten Form, kann es schnell zu einer Herabsetzung der Sehschärfe mit Verlust des Lesevermögens kommen. Zusätzlich ist verzerrtes Sehen (Metamorphopsie) möglich. Eine vollständige Blindheit tritt aber in der Regel nicht ein, die Orientierung im Raum bleibt erhalten.

Man kann die Erkrankung bei einer Netzhautuntersuchung erkennen. Einige Veränderungen spielen sich jedoch in den tiefen Netzhautschichten der Makula ab und sind bei einer Augenspiegelung nicht sichtbar. Moderne Untersuchungstechniken, wie die Optische Kohärenztomographie (OCT), erstellen eine hochauflösende Schichtaufnahme der Netzhautmitte und helfen dabei, auch frühe Stadien der Erkrankung zu entdecken.
Je früher die Makuladegeneration erkannt und der richtigen Behandlung zugeführt wird, desto besser ist die Prognose für Ihre Augen.

Bis heute stehen nur für die feuchte Form der AMD verschiedene Behandlungsformen zur Verfügung. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass ein Botenstoff namens VEGF das Wachstum dieser neuen unerwünschten Gefäße anregt. Es wird deshalb seit langem daran geforscht, mittels sogenannter „VEGF-Hemmer“ dieses Gefäßwachstum zu stoppen, um ein Fortschreiten der feuchten AMD zu verhindern.

Mittlerweile stehen solche Stoffe zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Medikamente, die in den Glaskörper gespritzt werden und das Wachstum der Gefäße bei der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration hemmen. Dadurch kann die Sehverschlechterung in vielen Fällen verlangsamt oder verhindert werden.

Der Eingriff erfolgt unter sterilen Bedingungen in einem Operationssaal. Nach Desinfektion der Augenpartie und Verabreichung von Augentropfen in das Auge zur Desinfektion und zur lokalen Betäubung dauert die Medikamenteneingabe in der Regel nur wenige Minuten. Eine mehrfache Wiederholung in festgelegten Abständen, zunächst alle 4 Wochen, sowie begleitende augenärztliche Kontrollen sind erforderlich.

Durch das frühzeitige Erkennen der Erkrankung und die richtige Behandlung kann das Sehvermögen langfristig erhalten bleiben.

 

Behandlung des Grauen Stars, Katarakt-Chirurgie

Ab einem Alter von etwa 60 Jahren wird die natürliche Augenlinse häufig undurchsichtiger. Unter dem Grauen Star (Katarakt) versteht man die Trübung der natürlichen Augenlinse. Zu Beginn kann dies häufig noch mit einer Brille ausgeglichen werden. Die Trübung schreitet meist langsam fort. Abhängig von der Ausprägung kann es vorkommen, dass die Farben nicht mehr so intensiv wie früher strahlen. Oder Sie haben beim Autofahren vor allem abends und nachts das Gefühl blendempfindlicher zu sein. Sie nehmen bei fortgeschrittener Trübung Ihre Umwelt wie durch einen Nebelschleier wahr.
Der Graue Star kann in den allermeisten Fällen erfolgreich mittels Katarakt-Operation behandelt werden kann. Bei der sogenannten Katarakt-Operation wird die trüb gewordene, natürliche Augenlinse durch eine moderne Kunststofflinse (Intraokularlinse) ersetzt.

Operation des grauen Stars mittels Phakoemulsifikation

Vor der Katarakt-Operation betäubt Ihre Augenärztin/Ihr Augenarzt das zu operierende Auge und öffnet es dann mit einem circa 2-3 mm kleinen Schnitt, der sich nach der Operation wieder selbstständig schließt. Danach wird der Kapselsack, eine dünne zellophanartige Hülle, die den trüben Linsenkern umschließt, eröffnet. Diesen Vorgang nennt man Kapsulorhexis. Anschließend wird der trübe Linsenkern mit Ultraschallenergie zerkleinert und abgesaugt. Dieses Verfahren heißt Phakoemulsifikation.
Nach Entfernung der trüben Linse wird eine künstliche Intraokularlinse mittels  eines speziellen Investors an der gleichen Stelle in  dasAuge  eingebracht. Die Linse entfaltet sich kontrolliert und der Chirurg bringt sie in ihre endgültige Position.

Laser-Operation des Grauen Stars
Bei der Femtosekunden-Lasertechnologie wird Energie aufgebracht, um Gewebe voneinander zu trennen. Dies wird über winzige Luftbläschen zwischen den Gewebezellen erreicht. Der Laser schneidet wie mit einer unsichtbaren Klinge auf den Mikrometer genau. So kann die Katarakt einfacher und gewebeschonender zu entfernt werden. Mit der hochentwickelten Laser-Pattern-Scanning-Technologie kann der Chirurg den Linsenkern in gitterförmige Muster zerkleinern und so die anschließende Entfernung des Linsenkerns deutlich erleichtern. Zu den Vorteilen Katarakt-Chirurgie mit dem Femtosekunden-Laser zählen:

  • Präzise und sichere Behandlung
  • Individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener Behandlungsplan anhand einer 3D-Abbildung Ihres Auges
  • Schnitte (Inzisionen) in perfekter Form, Größe und Position
  • Perfekte, kreisförmige Öffnung der Linsenkapsel
  • Schonende und einfache Entfernung der getrübten Linse
  • Schnellere Erholung aufgrund geringerer Entzündungsrate 
  • Die Möglichkeit einer individuell auf den Patienten zugeschnittenen Behandlung mit ggf. Korrektur einer Hornhautverkrümmung mittels bogenförmiger Einschnitte in die Hornhaut. 

Refraktive Chirurgie, Eingriffe für ein Leben ohne Brille

Ohne Hilfsmittel sehen zu können, ist der Traum vieler Menschen, die unter einer Fehlsichtigkeit leiden. Viele empfinden die gängigen Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen als Beeinträchtigung ihres täglichen Lebens. Die refraktive Chirurgie, die sich mit der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeiten befasst, kann diesen Traum wahr werden lassen.

An unserem  Augenzentrum in Esslingen kann mit der iLASIK®-Methode eine individuell auf Sie abgestimmte LASIK Behandlung durchgeführt werden. Die Korrektur von Sehfehlern war noch nie so gut wie heute möglich, iLASIK® beschreibt die Kombination fortschrittlichster und modernster Laser- und Diagnosegeräte, des IntraLase iFS® Femtosekundenlasers, des VISX® STAR S4 IR® Excimerlasers und des iDesign® Aberrometers. Die iLASIK®-Behandlung mit ihren herausragenden Ergebnissen führt zu einem besseren Sehen ohne Brille.

Premiumlinsen
Sollte eine LASIK für Ihr Auge nicht in Frage kommen, bieten wir Ihnen an unseren Augenzentren Winnenden und Esslingen die Möglichkeit zur Implantation spezieller Linsen. 

Die Standardprozedur der Operation des grauen Stars, die Katarakt-Operation mittels Phakoemulsifikation wird in Deutschland vollständig von der Krankenkasse bezahlt. Hierbei wird nach Entfernung der trüben natürlichen Linse eine Kunstlinse von guter Qualität aus einem flexiblen Material eingesetzt. Diese ist kugelförmig (sphärisch) gekrümmt und hat nur einen Brennpunkt (monofokal). Nach der Operation ist bei dieser Art von Linse in der Regel trotzdem weiterhin das Tragen einer Brille notwendig.

Dies lässt sich in vielen Fällen mit der Verwendung von Premiumlinsen vermeiden. Diese individuell angepassten Intraokularlinsen helfen dem Patienten, nach einer Katarakt-Operation ihren eigenen Sehansprüchen gerecht zu werden. Premiumlinsen können mit asphärischen, torischen und multifokalen Eigenschaften angeboten werden.

  • Asphärische Premium-Linse
    Bei herkömmlichen Standard-Linsen kann es insbesondere bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu störenden Seheindrücken kommen. Die Asphärische Premium-Linse verbessert die Abbildungsschärfe deutlich. Weniger Streulicht und ein höheres Kontrastsehen vor allem in der Dunkelheit, bieten einen großen Vorteil in der Sehqualität. Dies ist vor allem für Autofahrer von großem Vorteil. Zusätzlich besitzt die Asphärische Premium-Linse einen Blaufilter zum Schutz der Netzhaut vor den aggressiven, kurzwelligen blauen Anteilen des sichtbaren Lichts. Besonders für Patienten mit einem erhöhten Risiko für die gefährliche Makuladegeneration (AMD) ist dieser Schutz eine sinnvolle Option.
  • Torische Premium-Linse
    Viele Patienten tragen ihre Brille aufgrund einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Auch nach der Operation des Grauen Stars wird in diesen Fällen weiterhin eine Brillekorrektur benötigt, um wieder scharf sehen zu können. Um bei vorliegender Hornhautverkrümmung nach der Operation eine Brillenfreiheit in der Ferne zu erreichen, können Torische Premium-Linsen eingesetzt werden. Diese gleichen die Hornhautverkrümmung im Auge aus -eine Brille für das Sehen in der Ferne ist damit nicht mehr notwendig. Die Torische Premium-Linse hat zusätzlich alle Eigenschaften der Asphärischen Premium-Linse
  • Multifokale Premium-Linse
    Bei jeder Aktivität im Alltag, bei Freizeitspaß und Sport und besonders beim Autofahren, ist eine gute Sehschärfe unverzichtbar.
    Nach der Operation des Grauen Stars mit Einsetzen einer Standard-Linse ist trotz eines verbesserten Sehvermögens für die Ferne eine Brille für die Nähe, z. B. zum Lesen oder bei der Handybenutzung, notwendig. Dem Wunsch nach kompletter Brillenfreiheit sowohl für den Fern-, Nah- und Zwischenbereich, kommen Multifokale Premium-Linsen nach. Die Multifokale Premium-Linse hat ebenfalls zusätzlich alle Eigenschaften der Asphärischen Premium-Linse.

Plastische Chirurgie und Operationen der Lider, Bindehaut und Hornhaut

Die Plastische Chirurgie (griech. pláttein – bilden, formen, gestalten) ist ein Spezialgebiet der Chirurgie, die aus funktionellen oder ästhetischen/kosmetischen Gründen formverändernde oder wiederherstellende Eingriffe an Organen oder Gewebeteilen vornimmt. Hauptsächlich beschäftigt sie sich mit dem sichtbaren Teil des Körpers. Das Ziel der Plastischen Chirurgie ist es, die Körperform und sichtbar gestörte Körperfunktionen wiederherzustellen oder zu verbessern.

In unseren Augenzentren wenden wir die plastische Chirurgie am Auge an. Bei Lidfehlstellungen, wie Ektropium (Auswärtsdrehung) oder Entropium (Einwärtsdrehung) des Lides kann zum Schutz des Augapfels vor bleibenden Schäden eine operative Korrektur erforderlich werden. Ebenso gehört die Entfernung von Tumoren am Auge zu unseren Aufgaben.

Veränderungen im Bereich der Lidpartie, wie z.B. überhängende Oberlidhaut (Blepharochalasis), oder im Volksmund genannte Tränensäcke (Unterlidblepharochalasis), können müde wirken und als störend empfunden werden. Kurze und durch eine lokale Betäubung schmerzfreie Eingriffe an den Augenlidern, können das Aussehen in diesen Problemzonen verbessern und Ihr Wohlbefinden steigern.

Wir führen folgende Eingriffe an den Lidern  und der Bindehaut durch:

  • Schlupf- und Hängelider
  • Kosmetische Operationen
  • Botox-Injektionen, Hyaluronsäure-Behandlungen
  • Entropium (Einwärtswendung des Lides)
  • Ektropium (Auswärtswendung des Lides)
  • Lidtumoren, Lidwarzen, Gerstenkorn, Lidzysten
  • Flügelfell (Pterygium)
  • Bindehauttumoren 

Schieloperationen

Bei einer Schiel-Operation wird der Schielwinkel korrigieret, wobei abhängig vom Schielwinkel bestimmte äußere Augenmuskeln zurückgelagert oder gestrafft werden. Eine Schiel-Operation wird zumeist in Vollnarkose durchgeführt.